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"Aachener Zeitung", Ausgabe Heinsberg, 10. Mai 2006
"Aachener Zeitung", Ausgabe "Nordkreis", 11. Mai 2006
Musikalisch die Bälle zugespielt
Hauskonzert der Johann-Lütter-Stiftung unter dem Motto "Mit Mozart durchs Jahr".
Die Spielfreude der Musiker sprang aufs begeisterte Publikum über.
ALSDORF/HEINSBERG. "Mit Mozart durchs Jahr" lautete das Motto der Hauskonzerte, welche die nach dem Komponisten Johann Lütter (1913-1992) benannte "Johann-Lütter-Stiftung" in diesem Jahr veranstaltet. Beim jüngsten Konzert im Heinsberger Haus Lütter fand die Reihe eine Fortsetzung mit Mozarts Klavierwerken zu vier Händen. Christoph Dohr aus Köln, Verleger der Johann-Lütter-Kompositionen, stand dabei Eike Block zur Seite.
Dohr stellte eingangs die Aufgabe vierhändiger Musik zur Zeit Mozarts vor. Diese Form des Musizierens war damals Teil des Gesellschaftsspiels: Es machte den beteiligten Musikern wahnsinnig Spaß, sich "die Bälle zuzuspielen" und sozusagen gegenseitig bei leicht überhöhtem Tempo aus der Kurve zu werfen. Diese Freude ging im Haus Lütter bei den Interpretation der Sonate D-Dur (Köchelverzeichnis 381) und der Sonate B-Dur (KV 358) durch das Duo Dohr-Block sichtbar auf die Zuhörer über.
Eine ganz andere Substanz wies das Konzert für Klavier und Orchster C-Dur Nr. 21 (KV 467) in der Bearbeitung von Hugo Ulrich für Klavier zu vier Händen auf. Die Zuhörer erlebten hier einen reifen musikalischen Gedanken und dessen detaillierte Präsentation im Mittelpunkt des Geschehens. Die Zuhörer fühlten sich in die gute Stube des Kulturbürgers im 19. Jahrhundert versetzt: In dieser CD-losen Zeit war die Vierhändigkeit die einzige Möglichkeit, sich konzertante Werke in die Wohnung zu holen.
Der schon von einigen Hauskonzerten bekannte Verleger Christoph Dohr hatte zu diesem Konzert seinen "Azubi" Eike Block mitgebracht. Die beiden treten gemeinsam als Duo "Il Maestro e lo Scolare" (Der Meister und sein Schüler) auf. Bei der Hugo-Ulrich-Version des erwähnten Mozart-Konzerts C-Dur war das Verhältnis aber fast umgekehrt: Dohr hatte seinem Lehrling die Rolle des Solisten und damit den erheblich virtuoseren Part zukommen lassen, während er das Orchester mimte. Viel Beifall für ein Hauskonzert mit schönen Raritäten - und anerkennende Worte von Komponisten-Schwiegertochter Ingeborg Lütter. (jope)
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"Aachener Zeitung", Ausgabe Heinsberg, 9. Februar 2006
"Aachener Zeitung", Ausgabe "Nordkreis", 10. Februar 2006
Dem Clavichord leise und leiseste Töne entlockt
Konzert-Auftakt 2006 der Lütter-Stiftung.
Begenung mit einem alten Instrument.
An den Komponisten und Gründer erinnert.
Heinsberg. Die Besucher beim ersten Hauskonzert 2006 der "Johann Lütter-Stiftung" waren etwas ernster gestimmt als sonst. Vor genau drei Jahren war hier Stiftungsgründer Franz-Joseph Lütter mitten in der Vorbereitung für eine CD-Einspielung mit Klavierkompositionen seines Vaters Johann gestorben. Nun also an gleicher Stelle ein Erinnerungskonzert: für den Sohn - und den Vater, der 1992 auch in den Februartagen starb. Dem Anlass trug auch die Auswahl des Instrumentes Rechnung. Der Kölner Musikwissenschaftler und Verleger der Lütter-Werke, Christoph Dohr, spielte auf der in Bamberg angefertigten Kopie eines Baethmann-Clavichords aus dem Jahre 1799. Der Interpret kann beim Clavichord durch die Stärke und Art des Anschlags verschieden laute Tne erzeugen. Anders als beim späteren Klavier hat er dabei aber nicht die Bandbreite von "seh leise" bis "sehr laut", sondern nur zwischen "sehr leise" bis "leise".
Die notwendige Aufmerksamkeit wurde durch Dohrs Spiel belohnt. Seine Werkauswahl spannte einen Bogen über 300 Jahre Clavichordmusik. Als Ouvertüre hatte er Johann Kuhnaus (1660-1722) "Biblische Historien in sechs Sonaten" gewählt. So "malte" Dohr den Kampf zwischen David und Goliath nach. Der biblischen Frömmigkeit stellte der Interpret dann mit den Divertimenti D-Dur und A-Dur die lebensfrohe Spielfreude des Frühklassikers Georg Friedrich Wagenseil gegenüber.
Das Motto der diesjährigen Lütter-Hauskonzerte heißt "Mit Mozart durchs Jahr", weil jeweils zumindest mit einer Komposition des Salzburger Geburtstagsjubilars gedacht wird. Zwar hat Mozart (1756-1791) einige seioner bereühmtesten Werke für das Pianoforte geschrieben, doch eignet sich ihre Interpretation durchaus für das Clavichord. So ist etwa die von Christoph Dohr gespielte Sonate C-Dur (Köchelverzeichnis 279) um 1775 entstanden. Von daher war es kein Verstoß gegen die historische Aufführungspraxis.
Um 1800 war die große Zeit des Clavichords vorbei. Christoph Dohr erklärte, warum er dennoch die später entstandenen "Exercices" von Johann Christian Heinrich Rinck (1770-1846) ebenfalls auf seinem Clavichord spielte. Der rheinische Komponist Rinck habe dieses damals schon aus der Mode kommende Instrument geschätzt.
Mit Hilfe des Clavichords vermittelte Dohr dann noch einen interessanten Zugang zum Werk des Johann Lütter. Die als Konzert-Intermezzi dargebotenen drei Teile seiner Sonatine Nr. 7 weisen ihn als Komponisten aus, dessen Werk unter anderem durch die klavierpädagogische Schule eines Robert Schumann gegangen ist. (jope)
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"Aachener Zeitung", Ausgabe Heinsberg, 26. Januar 2006
"Aachener Zeitung", Ausgabe "Nordkreis", 6. Februar 2006
Lütter-Stiftung packt in diesem Jahr neue Ideen an
Heinsberg. Die bewährten Konzerte und Aktivitäten werden fortgeführt, hinzu kommt die Umsetzung neuer Ideen: Unter diesen Aspekten steht die Arbeit der Heinsberger Johann Lütter-Stiftung im Jahre 2006. Vorstand und Kuratorium zeigten sich bei der Jahreshauptversammlung im Haus Lütter, Heinsberg, erfreut über die Erfolge der letzten fünf Jahre. Das Bemühen, die geistlichen und weltlichen Kompositionen des Kirchenmusikers Johann Lütter (1913-1992) einer größeren Öffentlichkeit bekannt zu machen, ist regional und überregional gelungen. Vorsitzender Thomas Lakenberg, Nachfolger des verstorbenen Stiftungsgründers Franz-Joseph Lütter, erinnerte zunächst an das Geschäftsjahr 2005 mit den Lütter-Hauskonzerten, der Verleihung des Lütter-Preises an Gesangslehrer Guido Janssen von der Jugendmusikschule Heinsberg sowie der Förderpreise an talentierte Nachwuchsmusiker. Großen Anklang findet die kürzlich eingerichtete Internet-Präsentation der Stiftung, für die der Kölner Musikverleger und Stiftungs-Kuratoriumsvorsitzende Christoph Dohr verantwortlich ist. Unter www.johann-luetter-stiftung.de finden interessierte Chorleiter, Instrumentalisten und Musikliebhaber detallierte Angaben zu Leben und Werk Johann Lütters, zu den bisherigen Aktivitäten der Stiftung und Presseartikel. Gleich vier Konzerte sind für 2006 im Haus Lütter in Heinsberg geplant. Das Eröffnungskonzert bestreitet Christoph Dohr am Sonntag, 5. Februar, 17 Uhr, mit Werken am Clavichord rund um das musikalische Geburtstagskind Wolfgang Amadeus Mozart. Daneben gelangen Werke von Kuhnau, Rinck, Wagenseil und - wie bei den anderen Hauskonzerten auch - Johann Lütter zur Aufführung.
Bei der Stiftungsmesse am Sonntag, 28. Oktober, singt der Chor "Viel Harmonie" Tripsrath unter der Leitung des Stiftungs-Vorstandsmitgliedes Peter Hilla die Festmesse von Johann Lütter. Die Stiftung wird darüber hinaus am "Tag der Hausmusik" (Cäcilienfest, 22. November) aktiv.
Erstmals stellt sich die Heinsberger Stiftung mit einem "Lütter-Fest" im Juni einer breiten Öffentlichkeit vor - mit viel Musik und der Möglichkeit zum Gespräch. Weitere interessante Projekte stecken in der Anfangsphase: So plant Musikverleger Christoph Dohr mit dem Alsdorfer Kantor und Lütter-Preisträger 2004 Josef Voußen eine CD-Einspielung mit Orgelwerken Johann Lütters. Schließlich redigiert Ingeborg Lütter derzeit den Briefwechsel ihres Schwiegervaters Johann Lütter mit dessen Frau Agnes Lütter-Stockhausen. Im Rahmen eines Hauskonzertes ist eine Lesung geplant. (jope)
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NEUE MUSIKZEITUNG (NMZ) Regensburg, Ausgabe Oktober 2005
Unermüdlicher Einsatz
Guido Janssen erhielt „Lütter-Preis 2005“
In jedem Jahr verleiht die in Heinsberg ansässige „Johann Lütter-Stiftung“ den „Lütter-Preis“. Die mit 500 Euro und einer Urkunde dotierte Auszeichnung ehrt Musiker, die sich in ihrer pädagogischen Arbeit um das Lebenswerk des aus Alsdorf stammenden Kirchenmusikers und Komponisten Johann Lütter (1913-1992) verdient machen.
Nachdem im Vorjahr Josef Voußen die Auszeichnung erhielt, wurde sie in diesem Jahr dem Niederländer Guido Janssen zuteil. Guido Janssen ist als Gesangslehrer an der Musikschule Heinsberg tätig. Durch Einstudierungen der Liedwerke Johann Lütters mit seinen Schülerinnen und Schülern fördert er die Bekanntheit des rheinischen Musikers. Dies betonte Stiftungsvorsitzender Thomas Lakenberg bei seiner Laudatio anlässlich der Preisverleihung im Kreisgymnasium Heinsberg.
Neben dem „Lütter-Preis“ verleiht die Stiftung auch Förderpreise an junge Musiker, die das Werk des verstorbenen Komponisten pflegen. In diesem Jahr finanziert die Stiftung der jungen Sängerin Tamara Peters einen von Professor Peter Ziethen geleiteten Intensivkurs des Deutschen Tonkünstlerverbandes (DTKV). Eine Anerkennung in Form von Musikliteratur erhielt zudem Caroline Lennartz, die sich seit einem halben Jahr als Gesangsschülerin von Guido Janssen mit dem Liedwerk Johann Lütters beschäftigt.
Die Ehrung wurde von einigen schönen Musikdarbietungen umrahmt: So sang Tamara Peters mit Guido Janssen als Klavierbegleiter Lieder aus den Lütter-Zyklen „Der Weg einer Liebe“ und „Mensch und Natur“. Stephanie Schachtschneider gab die Arien „Voi che sapete“ aus Mozarts „Figaro“ und „O mio babbino caro“ zum Besten. Stark auch die Leistungen der Instrumentalisten, wie die Heinsberger Musikschüler: Ines Deckers interpretierte am Klavier Debussys „claire de lune“ und gemeinsam mit der Querflötistin Miriam Weuthen Godarts „Valse“. Besonderen Applaus erntete Tristan von den Driesch für seine eindrucksvolle „Hommage á Manuel de Falla“ (von Béla Kovács), während Anna Niessen am Klavier mit der Sonate Nummer 1 von Prokoffieff die schöne Feierstunde der Lütter-Stiftung beschloss.
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AACHENER ZEITUNG (AZ) Aachen, Ausgabe „Nordkreis“ v. 14. Juli 2005
Wertvolle pädagogische Arbeit
Der „Lütter-Preis“ geht an niederländischen Gesangslehrer Guido Janssen
In jedem Jahr verleiht die in Heinsberg ansässige „Johann Lütter-Stiftung“ den „Lütter-Preis“. Die mit 500 Euro und einer Urkunde dotierte Auszeichnung ehrt Musiker, die sich in ihrer pädagogischen Arbeit um das Lebenswerk des aus Alsdorf stammenden Kirchenmusikers und Komponisten Johann Lütter (1913-1992) verdient machen.
Nachdem im Vorjahr Josef Voußen die Auszeichnung erhielt, wurde sie in diesem Jahr dem Niederländer Guido Janssen zuteil. Guido Janssen ist als Gesangslehrer an der Musikschule Heinsberg tätig. Durch Einstudierungen der Liedwerke Johann Lütters mit seinen Schülerinnen und Schülern fördert er die Bekanntheit des rheinischen Musikers. Dies betonte Stiftungsvorsitzender Thomas Lakenberg bei seiner Laudatio anlässlich der Preisverleihung im Kreisgymnasium Heinsberg. Die Auszeichnung nahm der Heinsberger Beigeordnete Wolfgang Dieder vor, der die Bedeutung der „Johann Lütter-Stiftung“ für das kulturelle Leben in der Region hervorhob.
Neben dem „Lütter-Preis“ verleiht die Stiftung auch Förderpreise an junge Musiker, die das Werk des verstorbenen Komponisten pflegen. In diesem Jahr finanziert die Stiftung der jungen Sängerin Tamara Peters einen von Professor Peter Ziethen geleiteten Intensivkurs des Deutschen Tonkünstlerverbandes (DTKV). Eine Anerkennung in Form von Musikliteratur erhielt zudem Caroline Lennartz, die sich seit einem halben Jahr als Gesangsschülerin von Guido Janssen mit dem Liedwerk Johann Lütters beschäftigt.
Die Ehrung wurde von einigen schönen Musikdarbietungen umrahmt: So sang Tamara Peters mit Guido Janssen als Klavierbegleiter Lieder aus den Lütter-Zyklen „Der Weg einer Liebe“ und „Mensch und Natur“. Stephanie Schachtschneider gab die Arien „Voi che sapete“ aus Mozarts „Figaro“ und „O mio babbino caro“ zum Besten. Stark auch die Leistungen der Instrumentalisten, wie die Heinsberger Musikschüler: Ines Deckers interpretierte am Klavier Debussys „claire de lune“ und gemeinsam mit der Querflötistin Miriam Weuthen Godarts „Valse“. Besonderen Applaus erntete Tristan von den Driesch für seine eindrucksvolle „Hommage á Manuel de Falla“ (von Béla Kovács), während Anna Niessen am Klavier mit der Sonate Nummer 1 von Prokoffieff die schöne Feierstunde der Lütter-Stiftung beschloss.
Christoph Dohr (Köln), Verleger von inzwischen 50 Werken Johann Lütters, hatte zuvor die vierjährige Arbeit der Johann Lütter-Stiftung als Erfolgsgeschichte bezeichnet. Sogar die USA seien inzwischen ein Markt für Lütter-Noten. (jope)
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NEUE MUSIKZEITUNG (NMZ) Regensburg, Ausgabe April 2005
Der Reiz der Frühklassik
Konzert von DTKV und Lütter-Stiftung
Seit über drei Jahren bemüht sich die in Heinsberg ansässige Johann-Lütter-Stiftung mit Erfolg um die Aufführung und Publizierung der Werke des Komponisten und Kirchenmusikers Johann Lütter (1913-1992). Aus Anlass der Todestage des Komponisten und seines Sohnes, des Konzertpianisten Franz Joseph Lütter (1949-2003) fand jetzt ein DTKV-Konzert im Hause Lütter in Heinsberg statt. Gastgeberin Ingeborg Lütter bedankte sich besonders bei dem Kölner Kirchenmusiker und Verleger der Johann-Lütter-Werke, Christoph Dohr: Er hatte sich vor kurzem spontan bereit erklärt, als Interpret bei diesem ersten Benefizkonzert für die Johann-Lütter-Stiftung aufzutreten. Christoph Dohr spielte auf einer von J. C. Neupert gefertigten Kopie eines Spinetts aus der Werkstatt des berühmten Straßburger Orgelbauers Johann Heinrich Silbermann.
Obwohl als Opfer der Grippewelle körperlich geschwächt, spielte Christoph Dohr die von ihm ausgesuchte Cembalomusik des Barocks und der Frühklassik hochkonzentriert bei spielerischer Leichtigkeit und schöner Transparenz. Bei den Divertimenti D-Dur (Opus 1, Nummer 1) und A-Dur (Opus 1, Nummer 5) stellte der Interpret den Cembalovirtuosen Georg Christoph Wagenseil (1715-1777) als erfolgreichen Komponisten von seiner besten Seite vor: witzig die Musik, mit virtuosem, „blendenden“ Figurieren und schmachtend-empfindsamen langsamen Sätzen. Wagenseils Musik brachte eine von Virtuosität geprägte Heiterkeit in ein Konzert, das an anderer Stelle von religiösem Ernst geprägt war.
So entfaltete Christoph Dohr den Choral „Christus, der ist mein Leben“ mit den 12 Partiten von Johann Pachelbel (1653-1706) zu einer musikalischen Andacht, die der Heinsberger Propst Albert Honings passend zur Stimmung der Fasten- und Passionszeit mit Meditationen unterlegte, ebenso wie die Interpretation des Pachelbel-Chorals „Was Gott tut, das ist wohlgetan“ mit neun Partiten. Als Interludium (Zwischenspiel) zwischen den Pachelbel-Chorälen ließ Christoph Dohr die Ciacona II von Johann Bernhard Bach (1676-1749) erklingen. Die rund 20 Variationen über die achttaktige Harmoniefolge der Bassfigur wussten zu gefallen: Sie wiesen den Komponisten als guten musikalischen „Handwerker“ aus wenn auch in einigem Abstand zur Genialität seines berühmten Verwandten Johann Sebastian Bach. Christoph Dohr erntete für seine Konzertstunde, deren Reiz im Kontrast zwischen lebensfroher Spielfreude und innerlicher Frömmigkeit stand, viel Beifall. Vor allem im frühklassischen Teil wurde das Publikum mit einer Epoche bekannt gemacht, bei der entgegen manch verbreiteter Unkenntnis noch manche musikalische Schätze gehoben werden können. Das Benefizkonzert der Johann Lütter-Stiftung schlug da eine lobenswerte wie nachahmungswerte Bresche in vielleicht allzu bekanntes Musikgehege.
Bei der Begrüßung vor dem Konzert hatte Ingeborg Lütter eine Entscheidung des Stiftungs-Vorstandes und -Kuratoriums verkündet: Der mit 500 Euro dotierte und einer Urkunde versehene „Lütter-Preis“ für das Jahr 2005 geht an Guido Janssen, Gesangslehrer an der Musikschule Heinsberg. Durch Einstudierungen der Liedwerke Johann Lütters mit seinen Schülern und eigene Auftritte macht er sich um das Weiterleben des vor wenigen Jahren entdeckten rheinischen Musikers Johann Lütter verdient.
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AACHENER ZEITUNG (AZ) Aachen, Ausgabe „Nordkreis“ v. 15. März 2005
Zweites Benefizkonzert für Lütter-Stiftung
Das erste Benefizkonzert zugunsten der Johann Lütter-Stiftung hat große Resonanz gefunden. Wegen der großen Nachfrage wird das Programm am Donnerstag, 17. März, 20 Uhr, im Haus Lütter (Rudolf-Diesel-Straße 28, Heinsberg) wiederholt. Christoph Dohr (Köln), Verleger der Werke des Alsdorfer Komponisten Johann Lütter (1913-1992), spielt auf einer Kopie eines Spinetts aus der Werkstatt des berühmten Orgelbauers Silbermann Cembalomusik des Barocks und der Frühklassik (Wagenseil, Pachelbel, Johann Bernhard Bach). Die verbindenden religiös-meditativen Texte liest Propst Albert Honings von St. Gangolf Heinsberg. Der Eintritt ist frei, Spenden gehen an die Johann Lütter-Stiftung. Dort wird um Anmeldung für das Hauskonzert unter Telefon 02452/21324 gebeten. (jope)
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AACHENER NACHRICHTEN (AN) Aachen, Ausg. „Nordkreis“ v. 4. Februar 2005
Im „Bielefelder Katalog“
Ehre für rheinischen Komponisten Johann Lütter
Der „Bielefelder Katalog“ ist für Musikliebhaber von der Klassik bis hin zum Jazz ein Begriff: Er listet alle bedeutenden Tonträger-Aufnahmen auf.
Eine freudige Kunde erreichte jetzt die „Johann Lütter-Stiftung“, die seit drei Jahren das Werk des Alsdorfer Kirchenmusikers und Komponisten Johann Lütter (1913-1992) der Öffentlichkeit bekannt macht. Im aktuellen „Bielefelder Katalog“ für das Jahr 2005 sind die bisherigen Einspielungen mit Werken von Johann Lütter enthalten. Erschienen sind sie im Kölner Musikverlag Christoph Dohr, der inzwischen mit allen seinen CD-Einspielungen im „Bielefelder Katalog“ vertreten ist. Und Christoph Dohr bleibt dran am Thema „Johann Lütter ein rheinischer Musiker“.
Als nächstes ist geplant, zwei Chorwerke Lütters die f-Moll-Messe und die D-Dur-Messe für Männerchöre zu bearbeiten und zu drucken.
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AACHENER ZEITUNG (AZ) Aachen, Ausgabe „Nordkreis“ v. 23. Oktober 2004
„Der Weg einer Liebe“: Gesungene Dichtung
Musikschüler präsentierten beim Hauskonzert der Lütter-Stiftung Zyklen des Alsdorfer Komponisten
Aktiv zeigte sich in den letzten Wochen die Heinsberger Lütter-Stiftung, die sich um die Verbreitung der Werke des Alsdorfer Kirchenmusikers und Komponisten Johann Lütter (1913-1992) verdient macht. Zunächst gestalteten auf Einladung von Ingeborg Lütter Lehrer und Schüler der Musikschule Heinsberg das jährliche Hauskonzert der Freunde und Förderer der Lütter-Stiftung. Sopranistin Heidi Huppertz sang, begleitet von Gesangslehrer Guido Janssen, die Zyklen „Mensch und Natur“ und „Der Weg einer Liebe“, Werke der Dichterin Christel Mey, die von Johann Lütter in seinen letzten Lebensjahren komponiert wurden. Danach spielten Tina Schluns und Dora Czengri, Schülerinnen der Musikschule Heinsberg, Gitarrenduos.
Die anwesenden Chorleiter und Musiklehrer aus der Region nutzten nach dem Hauskonzert die Gelegenheit, sich im ausgelegten Notenmaterial über das umfangreiche Schaffen Johann Lütters zu informieren. Eine Woche später sang der Kirchenchor St. Castor Alsdorf unter der Leitung des diesjährigen Lütter-Preisträgers, Kantor Josef Voußen, in St. Gangolf Heinsberg die Messe in e-moll von Johann Lütter. Propst Honings würdigte dabei in seinen Dankesworten das Wirken Johann Lütters und seines Sohnes Franz Joseph für die Musica Sacra in der Region. Einen Tag später wurde die e-moll-Messe auch in St. Castor Alsdorf aufgeführt.
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AACHENER ZEITUNG (AZ) Aachen, Ausgabe „Nordkreis“ v. 29. September 2004
Den Lütter-Preis 2004 sichtlich gerührt entgegengenommen
Stiftung ehrt Alsdorfer Kantor Josef Voußen für sein Engagement
Einem Kirchenmusiker wurde eine besondere Ehre zuteil. Josef Voußen, Kantor der Pfarre St. Castor in Alsdorf-Mitte, erhielt den Lütter-Preis 2004 der Johann Lütter-Stiftung. Aus den Händen des Stiftungsvorsitzenden Thomas Lakenberg und des Kuratoriumsmitglieds Ingeborg Lütter nahm ein sichtlich gerührter Josef Voußen die Urkunde und einen Scheck der Preis ist mit 500 Euro dotiert entgegen. Mit der Verleihung ehrt die in Heinsberg ansässige Johann Lütter-Stiftung die langjährigen Bemühungen Voußens, das kirchenmusikalische Werk des Alsdorfer Komponisten Johann Lütter (1913-1992) einer interessierten Öffentlichkeit bekanntzumachen.
„Die Werke Johann Lütters zu publizieren, ist eine gute Sache. Noch wichtiger ist es, diese gedruckten Werke durch Aufführungen lebendig zu halten und machen“, nannte Lakenberg den Hauptgrund für die einstimmige Entscheidung von Stiftungsvorstand und -kuratorium.
Den 1956 geborenen Josef Voußen verbindet seit Jahrzehnten eine innige Verbindung mit der Musik Johann Lütters und dessen Familie. Als der junge Josef Voußen 1981 das Amt des Organisten und Chorleiters an St. Castor übernahm, hatte er sich schon mit dem Werk Johann Lütters vertraut gemacht. Kein Wunder: Durch die Sängerin und Gesangslehrerin Agnes Lütter-Stockhausen, die Frau des Komponisten, war Voußen während seiner Ausbildung am Gregoriushaus in Aachen mit der Musik und der Familie Johann Lütters bekannt gemacht worden.
Während Voußens Kantortätigkeit in Alsdorf waren immer einmal auf der Orgel und im Chorgesang Werke von Johann Lütter zu hören. Diese Bemühungen verstärkte Voußen noch, nachdem vor drei Jahren der Sohn des Komponisten, Franz Joseph Lütter, in seinem neuen Heimatort Heinsberg die Johann Lütter-Stiftung ins Leben gerufen hatte. Bei von ihm initiierten Kirchenmusiken in St. Castor führte Voußen selbst Orgelwerke von Johann Lütter auf, mit dem Kirchenchor St. Castor studierte er Messen des Alsdorfer Komponisten ein. So erklang unter seiner Leitung unter anderem erstmals die e-moll-Messe von Johann Lütter.
Diese Messe wird Josef Voußen mit seinem Alsdorfer Chor auch am Samstag, 9. Oktober, 17.30 Uhr, beim Stiftungsfest der Johann Lütter-Stiftung in St. Gangolf Heinsberg zu Gehör bringen. Mit dieser Ankündigung machte Josef Voußen beim Diözesan-Kirchenmusiktag gleich ernst mit seinen Worten: „Die Verleihung des Preises ist für mich eine Ehre und ein Ansporn, das Werk Johann Lütters weiter in die Öffentlichkeit zu tragen.“
Zu den ersten Gratulanten Voußens zählten Diözesan-Kirchenmusikdirektor Josef Schwalbach, der die Werke Johann Lütters publizierende Kölner Musikverleger Christoph Dohr und zahlreiche zur Ehrung angereiste Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores St. Castor Alsdorf. (jope)
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NEUE MUSIKZEITUNG (NMZ) Regensburg, Ausgabe September 2004
Von Sohn Franz Joseph vor seinem Tod eingespielt
CD mit Klavierwerken von Johann Lütter
Sie ist ein doppeltes Vermächtnis: die jetzt im Kölner Musikverlag Christoph Dohr erschienene CD „Johann Lütter. Ausgewählte Klavierwerke, gespielt von Franz Joseph Lütter“.
Der in Alsdorf aufgewachsene und später in Heinsberg lebende DTKV-Konzertpianist Franz Joseph Lütter (1949-2003) hatte im Dezember 2001 in Heinsberg mit Freunden und musikalischen Mitstreitern zu Ehren seines Vaters die „Johann Lütter-Stiftung“ gegründet. Ihr Ziel ist die Publizierung und Aufführung der Werke des früheren Alsdorfer Kirchenmusikers und Komponisten Johann Lütter (1913-1992). Franz Joseph Lütter animierte nicht nur andere Künstler dazu, sich in der Praxis mit der Musik seines Vaters zu beschäftigen. Ehrgeizigstes Ziel war die Einspielung sämtlicher Klavierwerke seines Vaters. Ganz hat Franz Joseph Lütter sein Ziel nicht mehr erreicht: Mitten in der Vorbereitung auf den letzten Teil der Studioaufnahmen starb Lütter am 5. Februar 2003 völlig überraschend in Heinsberg. Damit wurden die bis dahin aufgenommenen Klavierwerke Johann Lütters nicht nur dessen spätes Vermächtnis, sondern auch das des Konzertpianisten Franz Joseph Lütter.
Leben und Werk des Kirchenmusikers, Komponisten und Musiklehrers Johann Lütter, so schreibt Verleger Christoph Dohr in seinem CD-Booklet, sind ein Beleg für den kulturellen Reichtum des Rheinlandes in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Die auf der neuen CD vorgestellten Sonatinen für Klavier entstammen größeren Sammlungen mit eigenen Kompositionen, die Johann Lütter für den Gebrauch in der von seiner Frau Agnes Lütter-Stockhausen erfolgreich geführten Musikschule komponierte. Dort fanden diese Werke intensiven Einsatz und dienten dem Schülerkreis als Einführung in die zeitgenössische Musik. Die Klavierwerke Lütters belegen stilistisch eine ähnlich große Bandbreite, die der frühere Organist und Chorleiter an St. Mariä Heimsuchung Alsdorf-Schaufenberg bei seinen Chor- und Orgelwerken an den Tag legte und vom Cäcilianismus bis zur Avantgarde reichte.
Lütter schrieb für Klavieranfänger, etwa ein neues „Album für die Jugend“ in der Nachfolge Robert Schumanns, aber auch für Fortgeschrittene und schließlich auch für den konzertanten Bereich. Die auf der CD vereinten Werke entsprechen weitgehend dem mittleren Schwierigkeitsgrad. Es sind saubere, den eigenen „Lütter-Ton“ konsequent treffende Stücke, deren Reiz gleichermaßen im Spielen wie im Zuhören liegt.
Neben Verleger Christoph Dohr ist es vor allem dem Einsatz der Witwe des Konzertpianisten, Ingeborg Lütter, zu verdanken, dass die CD jetzt postum auf dem Markt erscheinen kann. Für Mitglieder und Freunde der „Johann Lütter-Stiftung“ und Freunde der Lütter-Musik hat inzwischen schon eine Vorstellung der CD im Hause Lütter in Heinsberg stattgefunden. Dabei brachte Musikverleger Christoph Dohr auch einige Werke, die auf der CD eingespielt sind, am Klavier zu Gehör.
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AACHENER ZEITUNG (AZ) Aachen, Ausgabe „Heinsberg“ vom 2. Juli 2004
CD mit Lütter-Werken wird vorgestellt
Ausgewählte Klavierwerke, gespielt von Sohn Franz Joseph Lütter, als doppeltes Vermächtnis
Sie ist ein doppeltes Vermächtnis: die jetzt im Kölner Musikverlag Christoph Dohr erschienene CD „Johann Lütter. Ausgewählte Klavierwerke, gespielt von Franz Joseph Lütter“.
Der in Alsdorf aufgewachsene und später in Heinsberg lebende Konzertpianist Franz Joseph Lütter hatte im Dezember 2001 in Heinsberg mit Freunden und musikalischen Mitstreitern zu Ehren seines Vaters die „Johann Lütter-Stiftung“ gegründet. Ihr Ziel ist die Publizierung und Aufführung der Werke des früheren Alsdorfer Kirchenmusikers und Komponisten Johann Lütter (1913-1992). Franz Joseph Lütter animierte nicht nur andere Künstler dazu, sich in der Praxis mit der Musik seines Vaters zu beschäftigen. Ehrgeizigstes Ziel war die Einspielung sämtlicher Klavierwerke seines Vaters. Ganz hat Franz Joseph Lütter sein Ziel nicht mehr erreicht: Mitten in der Vorbereitung auf den letzten Teil der Studioaufnahmen starb Lütter am 5. Februar 2003 völlig überraschend in Heinsberg. Damit wurden die bis dahin aufgenommenen Klavierwerke Johann Lütters nicht nur dessen spätes Vermächtnis, sondern auch das des Konzertpianisten Franz Joseph Lütter.
Leben und Werk des Kirchenmusikers, Komponisten und Musiklehrers Johann Lütter, so schreibt Verleger Christoph Dohr in seinem CD-Booklet, sind ein Beleg für den kulturellen Reichtum des Rheinlandes in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Die Klavierwerke Lütters belegen stilistisch eine große Bandbreite, die der frühere Organist und Chorleiter an St. Mariä Heimsuchung Alsdorf-Schaufenberg bei seinen Chor- und Orgelwerken an den Tag legte und vom Cäcilianismus bis zur Avantgarde reichte.
Die auf der CD vereinten Werke sind saubere, den eigenen „Lütter-Ton“ konsequent treffende Stücke, deren Reiz gleichermaßen im Spielen wie im Zuhören liegt. Neben Verleger Christoph Dohr ist es vor allem dem Einsatz der Witwe des Konzertpianisten, Ingeborg Lütter, zu verdanken, dass die CD jetzt postum auf dem Markt erscheinen kann.
Für Mitglieder und Freunde der „Johann Lütter-Stiftung“ und natürlich Freunde der Lütter-Musik findet eine Vorstellung der CD am Freitag, 9. Juli 2004, 20 Uhr, im Hause Lütter in Heinsberg statt. Dort wird Musikverleger Christoph Dohr auch einige Werke, die auf der CD eingespielt sind, am Klavier zu Gehör bringen und erklären. (jope)
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AACHENER ZEITUNG (AZ) Aachen, Ausgabe „Nordkreis“ v. 18.10.2003
Auf CD eingestimmt
Konzert der Johann Lütter-Stiftung
Anlässlich des 90. Geburtstages des Alsdorfer Kirchenmusikers und Komponisten Johann Lütter (1913-1992) hatte die in Heinsberg ansässige „Johann Lütter-Stiftung“ dort ein interessantes musikalisches Wochenende vorbereitet. Es begann mit einem Hauskonzert für die Mitglieder und Freunde der Stiftung und ihres Fördervereins.
Nach der Begrüßung durch den Stiftungs-Vorsitzenden Thomas Lakenberg und Gastgeberin Ingeborg Lütter spielte der Musikwissenschaftler Christoph Dohr, Verleger der Werke von Johann Lütter, mehrere Klaviersonaten von Johann Lütter. Mit der Uraufführung der harmonisch reizvollen, verschiedene Stile und Einflüsse verarbeitenden Werke machte Dohr gleichzeitig „Appetit“ auf die CD, die einen Großteil der Klavierwerke Johann Lütters enthält. Eingespielt wurde sie noch vom kürzlich verstorbenen Sohn des Komponisten, dem Konzertpianisten Franz Joseph Lütter. Rechtzeitig zum Weihnachtsfest soll sie für Freunde der Klaviermusik und der Werke Johann Lütters auf dem Markt erscheinen.
Einen Tag nach dem Hauskonzert erfreuten sich die Gottesdienstbesucher im Heinsberger Selfkantdom St. Gangolf an der Aufführung der „Missa Regina Angelorum“ von Johann Lütter durch den Kirchenchor St. Cäcilia Tripsrath. Unter der Leitung von Peter Hilla wurde auch die von Johann Lütter vertonte Motette „Lobet den Herren (nach Psalm 103) gesungen. (jope)
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AACHENER NACHRICHTEN (AN) Aachen, Ausg. „Nordkreis“ v. 9. Oktober 2003
Werke von Johann Lütter im Selfkantdom
Messe und Motette
Zu einer Aufführung von Werken des Alsdorfer Kirchenmusikers und Komponisten Johann Lütter (1913-1992) lädt die in Heinsberg beheimatete Johann Lütter-Stiftung ein.
Der Kirchenchor St. Cäcilia Tripsrath singt unter der Leitung von Peter Hilla am Samstag, 11. Oktober, ab 17.30 Uhr, im Heinsberger Selfkantdom St. Gangolf Lütters „Missa Regina Angelorum“. Ebenfalls wird im Laufe des festlichen Gottesdienstes die von Lütter vertonte Motette „Lobet den Herren“ (nach Psalm 103) erklingen. Es handelt sich um die Wiederaufführung der Werke, mit denen der St.-Cäcilia-Chor im Juli im niederländischen Geleen gastierte. Mitsingen wird erneut im Tripsrather Chor die Schwiegertochter Johann Lütters, Ingeborg Lütter. Sie ist Kuratoriumsmitglied der Stiftung und kümmert sich nach dem frühen Tod des Lütter-Sohnes Franz Joseph besonders engagiert um das musikalische Erbe der Alsdorfer Künstlerfamlie Lütter.
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AACHENR ZEITUNG (AZ), Ausgabe „Heinsberg“ v. 2. Oktober 2003
Lütters Kompositionen in Druck
Kölner Musikverlag veröffentlicht seine Chorwerke
Frohe Kunde für die „Johann Lütter-Stiftung“, die sich um die Aufführung und Publizierung der Werke des Alsdorfer Kirchenmusikers Johann Lütter (1913-1992) kümmert: Der Kölner Musikverlag Dohr wird in Kürze zwei weitere Kompositionen Lütters drucken. Es sind die „Kleine Festmesse“ (eine zweite Orchestermesse des Alsdorfers) und das philosophische Chorwerk „Die weiße Barke“. Damit können diese beiden interessanten Kompositionen interessierten Chorleitern und Chören zum Einstudieren und zur Aufführung bald zugänglich gemacht werden. Im Mai 2002 hatte der Verlag Dohr zuletzt sechs Lütter-Werke, vor allem Kammermusik, in Druck gegeben. Die Nachricht vom Druck der Werke erhielten die Kuratoriumsmitglieder der Lütter-Stiftung, Ingeborg Lütter und Joachim Peters, während des „Dohr-Verlagsfestes“ in der alten Abtei Brauweiler bei Köln von Verlagsleiter Christoph Dohr. Dohr selbst ist Vorsitzender des Stiftungs-Kuratoriums. Bereits vor, aber vor allem nach dem Tode des Stiftungs-Gründers und Lütter-Sohnes Franz-Joseph, ist Dohr ein wichtiger Ratgeber der Stiftung geworden.
Auch der zur finanziellen und ideellen Unterstützung der Stiftung gegründete Förderverein der Johann Lütter-Stiftung hat Fortschritte gemacht: Anfang April von einigen Musikbegeisterten und Lütter-Schülern in der Region gegründet, hat er nun bereits 30 Mitglieder. Weitere Beitritte, so Ingeborg Lütter, werden in Kürze erwartet.
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AACHENER ZEITUNG (AZ) Aachen, Ausg. „Nordkreis“ v. 25. September 2003
Lütter-Werke in Heinsberg
Die in Heinsberg beheimatete Johann Lütter-Stiftung lädt zu einer Aufführung von Werken des Alsdorfer Kirchenmusikers und Komponisten Johann Lütter (1913-1992) ein. Der Kirchenchor St. Cäcilia Tripsrath singt unter der Leitung von Peter Hilla am Samstag, 11. Oktober, ab 17.30 Uhr, im Heinsberger Selfkantdom St. Gangolf Lütters „Missa Regina Angelorum“. Ebenfalls erklingt in dem Gottesdienst die von Johann Lütter vertonte Motette „Lobet den Herren“ (nach Psalm 103). Es handelt sich um die Wiederaufführung der Werke, mit denen der St.-Cäcilia-Chor im Juli im niederländischen Geleen gastierte. Mitsingen wird erneut im Tripsrather Chor die Schwiegertochter Johann Lütters, Ingeborg Lütter. Sie ist Kuratoriumsmitglied der Stiftung und kümmert sich nach dem frühen Tod des Lütter-Sohnes Franz Joseph besonders engagiert um das musikalische Erbe der Alsdorfer Künstlerfamlie Lütter. (jope)
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AACHENER ZEITUNG (AZ) Aachen, Ausgabe „Nordkreis“ v. 16. August 2003
„Maria, breit´ den Mantel aus“
Werk von Johann Lütter in Geleen aufgeführt
Die Werke des Alsdorfer Komponisten und Kirchenmusikers Johann Lütter (1913-1992) werden nun auch im benachbarten Ausland bekannt. Mit Unterstützung der „Johann Lütter-Stiftung“ wurde anlässlich des 135-jährigen Bestehens des Kerklijk Zangkoor St. Cecilia Lutterade in der Pfarrkirche St. Augustinus Geleen (Niederländisch-Limburg) die „Missa Regina Angelorum“ von Johann Lütter aufgeführt.
Als Gastchor des Jubiläums-Vereins war der Kirchenchor St. Cäcilia Tripsrath nach Geleen angereist. Während dessen Leiter Peter Hilla die Lütter-Messe dirigierte, begleitete der Organist und Zangkoor-Dirigent Tjeu Zeyen die reizvolle spätromantische Missa Brevis an der Orgel. Über das immer durchscheinende Leitmotiv „Maria breit´ den Mantel aus“ entfaltete der Chor ein interessantes vokales Gewebe, das sich durch überraschende Modulationen auszeichnet. Zu Beginn des Gottesdienstes war die von Johann Lütter vertonte Motette „Lobet den Herren“ (nach Psalm 103) erklungen.
Nach dem Messkonzert fand noch ein Beisammensein der seit 13 Jahren befreundeten Chöre statt. Die Freundschaft dürfte durch die Musik des Alsdorfers Johann Lütter noch weiter gefestigt worden sein. Geleens Organist und Chorleiter Tjeu Zeyen zeigte sich vom bisher bekannten romantischen wie verhalten-modernen Werk Lütters sichtlich angetan. Mit seinem Zangkoor möchte er in Zukunft Messen des Alsdorfers aufführen. (jope)
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AACHENER ZEITUNG (AZ), Ausgabe „Nordkreis“ v. 8. August 2003
Lütters Kompositionen in Druck
Kölner Musikverlag veröffentlicht seine Chorwerke
Frohe Kunde für die Heinsberger „Johann Lütter-Stiftung“, die sich um die Aufführung und Publizierung der Werke des Alsdorfer Kirchenmusikers Johann Lütter (1913-1992) kümmert: Der Kölner Musikverlag Dohr wird in Kürze zwei weitere Kompositionen Lütters drucken. Es sind die „Kleine Festmesse“ (eine zweite Orchestermesse des Alsdorfers) und das philosophische Chorwerk „Die weiße Barke“. Damit können diese beiden interessanten Kompositionen interessierten Chorleitern und Chören zum Einstudieren und zur Aufführung bald zugänglich gemacht werden. Im Mai 2002 hatte der Verlag Dohr zuletzt sechs Lütter-Werke, vor allem Kammermusik, in Druck gegeben. Die Nachricht vom Druck der Werke erhielten die Kuratoriumsmitglieder der Lütter-Stiftung, Ingeborg Lütter und Joachim Peters, während des „Dohr-Verlagsfestes“ in der alten Abtei Brauweiler bei Köln von Verlagsleiter Christoph Dohr. Dohr selbst ist Vorsitzender des Stiftungs-Kuratoriums. Bereits vor, aber vor allem nach dem Tode des Stiftungs-Gründers und Lütter-Sohnes Franz-Joseph, ist Dohr ein wichtiger Ratgeber der Stiftung geworden.
Auch der zur finanziellen und ideellen Unterstützung der Stiftung gegründete Förderverein der Johann Lütter-Stiftung hat Fortschritte gemacht: Anfang April von einigen Musikbegeisterten und Lütter-Schülern in der Region gegründet, hat er nun bereits 30 Mitglieder. Weitere Beitritte, so Ingeborg Lütter, werden in Kürze erwartet. (jope)
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AACHENER NACHRICHTEN (AN), Ausgabe „Nordkreis“ v. 4. Juli 2003
Festmesse und „Weiße Barke“ gehen in Druck
Werke des Alsdorfer Kirchenmusikers Johann Lütter sehr begehrt Stiftung erfreut über zwei Neuaufnahmen ins Register
Frohe Kunde für die Heinsberger „Johann Lütter-Stiftung“, die sich um die Aufführung und Publizierung der Werke des Alsdorfer Kirchenmusikers Johann Lütter (1913-1992) kümmert: Der Kölner Musikverlag Dohr wird in Kürze zwei weitere Kompositionen Lütters drucken. Es sind die „Kleine Festmesse“ (eine zweite Orchestermesse des Alsdorfers) und das philosophische Chorwerk „Die weiße Barke“. Damit können diese beiden interessanten Kompositionen interessierten Chorleitern und Chören zum Einstudieren und zur Aufführung bald zugänglich gemacht werden.
Im Mai 2002 hatte der Verlag Dohr zuletzt sechs Lütter-Werke, vor allem Kammermusik, in Druck gegeben. Die Nachricht vom Druck der Werke erhielten die Kuratoriumsmitglieder der Lütter-Stiftung, Ingeborg Lütter und Joachim Peters, während des „Dohr-Verlagsfestes“ in der alten Abtei Brauweiler bei Köln von Verlagsleiter Christoph Dohr. Dohr selbst ist Vorsitzender des Stiftungs-Kuratoriums. Bereits vor, aber vor allem nach dem Tode des Stiftungs-Gründers und Lütter-Sohnes Franz-Joseph, ist Dohr ein wichtiger Ratgeber der Stiftung geworden.
Auch der zur finanziellen und ideellen Unterstützung der Stiftung gegründete Förderverein der Johann Lütter-Stiftung hat Fortschritte gemacht: Anfang April von einigen Musikbegeisterten und Lütter-Schülern in der Region gegründet, hat er nun bereits 30 Mitglieder. Weitere Beitritte, so Ingeborg Lütter, werden in Kürze erwartet.
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AACHENER ZEITUNG (AZ) Aachen, Ausgabe „Nordkreis“ v. 27. März 2003
Franz Joseph Lütters Vermächtnis bewahren
Stiftung will CD-Einspielung vollenden
Auch nach dem unerwarteten Tod ihres Gründers und Vorsitzenden Franz Joseph Lütter setzt die Johann Lütter-Stiftung ihre erfolgreich begonnene Arbeit fort. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die Werke des früheren Alsdorfer Kirchenmusikers und Komponisten Johann Lütter (1913-1992) einer breiten Öffentlichkeit durch Veröffentlichungen und Konzerte bekannt zu machen.
Die erste Sitzung nach dem Tode des Lütter-Sohnes Franz Joseph in Heinsberg leitete der neue Stiftungs-Vorsitzende Thomas Lakenberg. Seine Bemühungen, der Stiftung einen Förderverein zur Seite zu stellen, habe erste Früchte getragen. So soll am 4. April in Heinsberg der Förderverein offiziell gegründet werden. Am gleichen Tag wird im Beisein von Bürgermeister Josef Offergeld in Heinsberg der Stiftungspreis für junge Künstler an den Cellisten Marc Ziethen (Münster) verliehen. Ziethen hat sich bei Konzerten um das Bekanntwerden von Lütter-Werken verdient gemacht und wird daher eine finanzielle Unterstützung für die Teilnahme an einem Meisterkurs beim Cello-Professor Wolfgang Böttcher erhalten.
Der Pianist Franz Joseph Lütter hatte bis zu seinem Tod schon einen Teil der Klavierwerke seines Vaters Johann Lütter für eine CD-Aufnahme eingespielt. Die Johann Lütter-Stiftung hat beschlossen, diese CD mit Hilfe eines anderen Pianisten zu Ende zu führen. Sie soll im Herbst erscheinen: als Vermächtnis des früh gestorbenen Franz Joseph Lütter.
Inzwischen interessieren sich auch hiesige Kirchenmusiker verstärkt für das Werk von Johann Lütter. „Pionier“ ist Josef Voußen in St. Castor Alsdorf, der mit seinem Kirchenchor immer wieder Lütter-Messen und Teile daraus aufführt. Organist Hubert Hoffmann (Herzogenrath) beschäftigt sich derzeit mit dem Orgelwerk Johann Lütters. In einem seiner nächsten Orgelkonzerte wird Hubert Hoffmann Johann Lütter in sein Programm einbeziehen. (jope)
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AACHENER ZEITUNG (AZ) Aachen, Ausgabe „Nordkreis“ v. 30. Januar 2003
Breiter Zuspruch für Lütter-Stiftung
Kölner Verleger druckt weitere Werke des früheren Alsdorfer Komponisten
Eine erfreuliche Bilanz zogen Vorstand und Kuratorium der „Johann Lütter-Stiftung“ bei ihrer Jahreshauptversammlung im Haus des Stiftungsvorsitzenden Franz Joseph Lütter.
Der Heinsberger Konzertpianist hatte mit fünf Mitstreitern vor genau einem Jahr die Stiftung gegründet, die das Werk seines Vaters Johann Lütter (1913-1992) einer breiten musikinteressierten Öffentlichkeit zugänglich machen möchte.
Der frühere Alsdorfer Organist und Komponist Johann Lütter hat der Nachwelt ein reizvolles Oeuvre aus Messen, Motetten, Kantaten, Orgel- und Klavierwerken, Kammermusik sowie Vokalmusik vom Liederzyklus bis hin zum abendfüllenden Werk für Chor und Orchester hinterlassen.
Die Fachwelt sieht dies genau so: Der Kölner Musikverleger Christoph Dohr, der vor einem Jahr den Vorsitz im Stiftungs-Kuratorium übernahm, hat schon vor 2001 mit dem Druck der Lütter-Werke begonnen und diese Arbeit im abgelaufenen Jahr fortgesetzt.
In seinem Jahresbericht zeigte sich Christoph Dohr über das wachsende Interesse von Chorleitern im In- und Ausland an den Werken Johann Lütters erfreut. Sie können sich weiter im Internet unter „www.dohr.de/autor/luetter.htm“ über Leben und Musik des Alsdorfer Komponisten und seine Stiftung informieren.
Stiftungsvorsitzender Franz Joseph Lütter berichtete über die musikalischen Aufführungen, die 2002 im Zeichen des vor 100 Jahren geborenen Johann Lütter standen.
Den Beginn machte am 17. Februar die Aufführung der e-moll-Messe von Johann Lütter durch den Kirchenchor St. Castor Alsdorf und das Sinfonieorchester Aachen unter der Leitung von Kantor Josef Voußen. Weitere Mess-Aufführungen Lütters durch die Kirchenchöre aus Laffeld und Tripsrath waren 2002 in Laffeld, Alsdorf, in der Basilika zu Steinfeld, in St. Gangolfus Heinsberg und unter der Leitung des Krefelder Organisten Rudi Boos sogar in Bad Ems und Krefeld-Bockum zu verzeichnen.
Im Rahmen zweier hochwertiger Kammerkonzerte mit dem Titel „Rheinische Musiker“ waren in Düren und Erkelenz neben bekannten Werken von Schumann, Beethoven und Brch auch Kompositionen von Johann Lütter zu hören. Ausschließlich Werke des Alsdorfers wurden beim offiziellen Stiftungsfest am 22. September in der Krypta von St. Castor und beim anschließenden Empfang im St.-Castor-Haus interpretiert.
Trotz der Konkurrenz durch Bundestagswahl und Stimmenauszählung fand das Fest regen Zuschauerzuspruch. (jope)
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SUPER MITTWOCH Aachen, Ausg. Alsdorf/Herzogenrath v. 17. Februar 2002
Johann Lütter-Stiftung ins Leben gerufen
Musikalisches Vermächtnis Kuratoriums-Vorstand gewählt
(jope) Seit einiger Zeit hat es sich der Heinsberger Konzertpianist Franz Joseph Lütter zur Aufgabe gemacht, das musikalische Vermächtnis seines verstorbenen Vaters Johann Lütter (1913-1992) bekanntzumachen. Johann Lütter lebte und wirkte Jahrzehnte lang als Kirchenmusiker und Musiklehrer in Alsdorf. Dank des unermüdlichen Einsatzes von Franz Joseph Lütter und seiner Frau Ingeborg ist es gelungen, eine „Johann Lütter-Stiftung“ ins Leben zu rufen. Mit den Geldern der gemeinnützigen Stiftung werden Musiker honoriert oder mit Zuschüssen bedacht, die Werke von Johann Lütter aufführen. Die Stiftung schreibt (in Form von Kursen beim Deutschen Tonkünstlerverband) Preise für Musiker aus, die Lütter-Werke bei Wettbewerben aufführen. Und so fördert die weitere Publikation der Werke des Alsdorfer Komponisten.
Bei der Stiftungsversammlung der „Johann Lütter-Stiftung“ wurden in den Geschäftsführenden Vorstand der Stifter Franz Joseph Lütter als Vorsitzender, Thomas Lakenberg als stellvertretender Vorsitzender und Jan Wassenberg berufen. Dem Kuratorium der Johann Lütter-Stiftung, das den Vorstand berät, gehören als Vorsitzender der Kölner Musikverleger Christoph Dohr, als stellvertretender Vorsitzender der Alsdorfer Journalist Joachim Peters und Ingeborg Lütter an.
Die Konzerte der Johann Lütter-Stiftung für das Jahr 2002 wurden bei der Gründungsversammlung ebenfalls vorgestellt. Der Kirchenchor Laffeld singt am 5. Mai Johann Lütters „Kurze Messe in D“, der Kirchenchor Geilenkirchen-Tripsrath am 16. Juni die Lütter-Messe über das Motiv „Maria breit den Mantel aus“. Offiziell stellt sich die Johann Lütter-Stiftung am 22. September um 17 Uhr mit einem Orgel-Kammermusikkonzert in St. Castor Alsdorf vor.
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AACHENER ZEITUNG (AZ) Aachen, Ausgabe „Nordkreis“ v. 13. Februar 2002
Ein eifriger und origineller Komponist
Stiftung will Erinnerung an das Werk des Alsdorfers Johann Lütter wachhalten
Zu Lebzeiten zählte er eher zu den „Stillen im Lande“. Der Alsdorfer Kirchenmusiker Johann Lütter (1913-1992) machte trotz seines anerkannten Könnens nie Aufheben um seine Person. Nach Studium am Gregoriushaus-Haus, in Köln und in Essen war er von 1950 bis 1988 als Küster, Organist und Chorleiter in seiner Heimatstadt Alsdorf tätig. Und fast nur dort war damals schon bekannt, was ein zurückhaltender Johann Lütter nie an die „große Glocke“ hängte: Der Organist an St. Maria Heimsuchung Alsdorf-Schaufenberg war ein eifriger und origineller Komponist.
Insgesamt vollendete Johann Lütter für seinen Chor zehn Messen, einige Motetten und Kantaten sowie unzählige Einzelsätze. Darüber hinaus entstanden Orgelmusik für den eigenen dienstlichen Gebrauch, Kammermusik, Klaviersonaten, Vokalmusik vom Liederzyklus bis hin zum abendfüllenden Musiktheaterwerk und Instrumentalmusik vom Blockflötenstück bis zur sinfonischen Besetzung.
Diese Werke dem Vergessen der Nachwelt entrissen zu haben, ist Johann Lütters Sohn Franz Joseph zu verdanken. Der in Heinsberg lebende Pianist und Musiklehrer hat gemeinsam mit seiner Frau Ingeborg das Werk des Vaters gesichtet, geordnet und versucht, die Öffentlichkeit hierfür zu interessieren. Jetzt stellt sich der Erfolg jahrelanger „Sisyphusarbeit“ ein. Zum einen werden im Kölner Musik-Verlag Dohr seit 2000 sämtliche Werke Johann Lütters verlegt. Bisher liegen schon fast 30 Werktitel vor, weitere folgen. Zum anderen werden die Lütter-Werke zunehmend wieder aufgeführt. Anlässlich des zehnten Todestages von Johann Lütter und des 125-jährigen Bestehens des St.-Castor-Kirchenchores Alsdorf wird letzterer unter Leitung von Kantor Josef Voußen am Sonntag, 17. Februar, 11 Uhr, die „e-moll-Messe“ von Johann Lütter aufführen. Begleitetet wird das anspruchsvolle Werk in der Pfarrkirche St. Castor von den Profis des Städtischen Orchesters Aachen.
Mit Erfolg die Werbetrommel gerührt
Nicht nur in Alsdorf, im ganzen Umkreis hat Lütter-Sohn Franz Joseph mit Erfolg die Werbetrommel für das musikalische Erbe seines Vaters gerührt. Als Gastchor des Jubelchores St. Castor wird in der dortigen Pfarrkirche am 16. Juni der Kirchenchor St. Cäcilia Geilenkirchen-Tripsrath Lütters „Missa Angelorum“ aufführen. Und im Castor-Haus neben der Kirche greift Pianist Franz Joseph Lütter am 22. September bald selbst in die Tasten: bei einem „Lütter-Abend“ mit Werken für Klavier, Cello und Gesang.
Gemeinsam mit dem jungen Cellisten Marc Ziethen wird Franz Joseph Lütter beim Rheinischen Musikfest in Erkelenz am 10. März, 18 Uhr, Leonhardskapelle, Cellosonaten von Johann Lütter und auf Schloss Zweibrüggen am 1. November die Flötensonate seines Vaters erklingen lassen. Schließlich führen die Chorgemeinschaft Welldorf-Güsten zu Pfingsten und die Aachener Liedertafel im Lauf dieses Jahres den Lütter-Lieder-Zyklus „In der Heide“ für Männerchor auf.
All das der Druck der Werke und ihre Aufführung mit Beteiligung von professionellen Musikern kostet natürlich Geld und wird in den nächsten Jahren weiteres Geld kosten. Doch auch hier haben Franz Joseph und Ingeborg Lütter vorsorgende Arbeit geleistet: Durch ihr Engagement wurde eine „Johann Lütter-Stiftung“ mit Sitz in Heinsberg gegründet.
Wer sich als Chorleiter, -sänger oder interessierter Laie für Johann Lütter und seine Musik interessiert, kann mehr darüber per Internet unter www.dohr.de/autor/luetter.htm erfahren. (jope)
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